Unsere Tipps für den Frühsommer-Bike-Check

Der Sommer nähert sich mit schnellen Schritten, und mit unserem neuen Mountainbike-Kurs Anfang Juni haben wir bei Let’s Flow die Saison bereits eingeläutet. Höchste Zeit also, um auch Dein Bike auf Zack zu bringen. Ein sauberes und gut gepflegtes Fahrrad ist nicht nur sicherer, sondern auch langlebiger. Gut, dass wir zwei begeisterte Mountainbiker*innen in unserem Let’s Flow Team haben, die ihre Tipps für den Mountainbike-Frühsommer-Check mit uns teilen.

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Schritt 1: Aller Anfang ist sauber

Zu Beginn des Bike-Checks steht zunächst eine ordentliche Reinigung, damit das Bike nicht nur wie neu aussieht, sondern mögliche Beschädigungen besser sichtbar sind. Bei grobem, festgetrockneten Dreck ist es zwar verlockend, rigoros nach einem Hochdruckreiniger zu greifen, aber davon ist auf jeden Fall abzuraten. Der hohe Wasserdruck sorgt dafür, dass das Wasser bis tief in die Kettenlager eindringt, und das ist unbedingt zu vermeiden. Let’s Flow Mitarbeiterin und begeisterte Mountainbikerin Annika empfiehlt: Den groben Dreck mit einer weichen Bürste entfernen, dann mit Wasser und Spezialreiniger an die Feinarbeit. Besonders die Kette lädt zu einer gründlichen Reinigung ein, so sollten auch die Kettenritzel von Dreck und altem Öl befreit werden. Hier lässt es sich gut mit einem weichen Tuch nachtrocknen. Wichtig: Vergiss nicht die Kette nach der Reinigung wieder frisch nach zu ölen, um ordentlich in die Pedale treten zu können. Dazu aber später mehr. 

Im Fahrradladen findet man eine Auswahl an verschiedenen Reinigern, Ölen und Fetten. Da Mountainbiken am meisten Spaß in einer natürlichen Umgebung macht, lohnt es sich bei Reinigungs- und Pflegeprodukten auch auf die Umwelt zu achten. Wusstest Du, dass die Fahrradkette während der Nutzung immer ein wenig Öl verliert, welches dann in der Natur zurückbleibt? Zum Glück gibt es mittlerweile biologisch abbaubare und nachhaltige Reinigungs- und Pflegemittel, die die Natur schonen, in der wir so gerne biken gehen. Auch während des Frühjahrsputzes sollte darauf geachtet werden, dass man das Fahrrad am besten nicht auf der Wiese, sondern auf der Straße oder einem Raum mit Abfluss steht. Beim Einsprühen oder Einölen von Fahrradteilen lässt sich Pappe oder Ähnliches unterlegen.

Schritt 2: Ordentlich einfetten und ölen

Alle, vor allem alle beweglichen Teile und Dichtungen des Bikes müssen gefettet werden, damit Funktionalität und Beweglichkeit bestehen bleiben. Das Herzstück hierbei ist natürlich die Fahrradkette: Nach der Reinigung lässt sich gut überprüfen, ob die Kette noch gut läuft und alle Kettenglieder brav in Reih und Glied stehen. Und dann darf natürlich noch ordentlich geölt werden, damit die Kette auch weiterhin geschmeidig läuft. Aber auch die Sattelstütze muss regelmäßig von Schmutz befreit und eingefettet werden, damit sie beweglich bleibt.

Schritt 3: Gründlich überprüfen

Als nächstes wichtiges Element sind die Bremsen zu prüfen. Denn wenn wir den Berg herunter brettern, sollten diese zuverlässig funktionieren! Auch unser Trainer und langjähriger Mountainbiker Leo sagt: “Um beim Mountainbiken so richtig Spaß haben zu können, muss man seinem Bike, vor allem den Bremsen, hundertprozentig vertrauen können.” Bei Rädern lassen sich zwei verschiedene Arten von Bremssystemen finden: Felgen- und Scheibenbremsen, welche sich jeweils in mechanisch und hydraulisch unterteilen lassen. Hier lohnt es sich also zu wissen, mit welchem Bremssystem das eigene Bike ausgestattet ist. Für beide Systeme gilt es zunächst einmal zu testen: Schleift die Bremse? Sitzt alles fest (Bremshebel, etc.)? Besteht genug Bremsdruck? Bei Felgenbremsen ist dann zusätzlich zu prüfen, ob es noch genug Bremsbelag gibt. Bei mechanischen Felgenbremsen sollte man einen Blick auf den Seilzug werfen: Muss dieser nachgezogen oder ausgetauscht werden? Bei hydraulischen Felgenbremsen dagegen, sollte überprüft werden, ob noch ausreichend Bremsflüssigkeit vorhanden ist, oder ob diese nachgefüllt werden muss. Bei hydraulischen Scheibenbremsen sollte darauf geachtet werden, ob die Bremsanlage entlüftet werden muss. Unsere Expertin Annika rät, sollten beim Thema Bremsen Unsicherheiten bestehen, sollte man sich auf gar keinen Fall davor scheuen,  jemanden vom Fach zu Rate zu ziehen. Falls Dir der vorherigen Abschnitt also Kopfschmerzen bereitet hat, oder die Situation Deines Fahrrads Fragen aufwirft: Ab in die Fahrradwerkstatt!

Widmen wir uns nun unseren beiden Rädern, die uns bergauf und bergab rollen lässt. Am besten stellt man spätestens jetzt das Fahrrad auf den Kopf, und dreht kräftig am Laufrad. Läuft das Rad rund, dann ist hier alles paletti, sollte es beim Drehen allerdings eiern, kann das ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass das Rad nicht richtig montiert ist, der Reifen nicht richtig sitzt, oder das Laufrad beschädigt ist. Als nächstes sind die Speichen zu kontrollieren: Sind Speichen beschädigt, bzw. sind sie gleichmäßig gespannt? Schlussendlich dann der Reifen: Sitzt der Reifen korrekt? Ist der Reifen beschädigt? Gibt es Risse oder Löcher? Hat der Reifen genug Profil? Besitzt er genügend Luft, bzw. Dichtmilch? Unser Trainer Leo empfiehlt außerdem, mal genau hinzuhören: Gibt es auffällige Geräusche beim Drehen des Rads? Natürlich muss nicht jedes Geräusch gleich großes Unheil mit sich bringen, aber oft kann es ein guter Hinweis darauf sein, dass etwas, wortwörtlich, nicht ganz rund läuft. 

Auch Federgabel und Dämpfer sollten gesäubert und dann mit einem Spezialreiniger eingesprüht werden. Zwar verfügt nicht jedes Fahrrad über eine Federgabel, aber solltest Du an Deinem Bike eine Federgabel vorfinden, dann sollte kontrolliert werden, ob diese dicht ist. Bei Unklarheiten bezüglich der Federgabel rät Annika dazu, am besten eine Fachexpert*in zu Rate zu ziehen. Schließlich möchtest Du lange Spaß im Gelände haben und nicht jede Unebenheit mitnehmen.

Zum Schluss bleibt noch zu überprüfen, ob am Fahrrad alles fest sitzt: Von den Pedalen, über Sattel und Sattelstütze, bis hin zu allen Schrauben des Bikes, vor allem an Vorbau, Lenker, Laufrädern und Bremsen.

Neben einer gründlichen Frühjahrsreinigung und Instandsetzung, ist es natürlich auch wichtig, sich auch den Rest des Jahres gut um sein Bike zu kümmern. Trainer Leo schwört auf die Fahrradwaschanlage, in der er sein Bike nach einer besonders schlammigen Tour bequem und schnell reinigen kann. Außerdem empfiehlt er, im Alltag vor allem regelmäßig einen Blick auf die Kette, das Schaltgetriebe und die Bremsen zu werfen. Die Kette regelmäßig zu säubern, zu ölen und die Bremsen in Stand zu halten, sorgt nicht nur dafür, dass Dich das Bike länger durch die Berge bringt, sondern erlaubt Dir auch, das Mountainbiken entspannt und in vollen Zügen genießen zu können, so Leo.

Leo & Annika: Was begeistert unsere Mitarbeiter*innen am Mountainbiken?

Unsere Let’s Flow Mitarbeiterin Annika schätzt am Mountainbiken besonders die Möglichkeit, vielfältiges Terrain befahren zu können. Sei es ein Flowtrail im Mittelgebirge, steile Bergpassagen mit grandiosem Panorama in den Alpen oder eine Bikepackingtour an der Küste, das Mountainbike ist ein Alleskönner.
Unseren Trainer Leo begeistert das Mountainbiken, weil er so der Natur ganz nahe sein und die Landschaft in einem großen Umkreis entdecken kann. Bergauf, so Leo, braucht es Ausdauer, bergab bringt es den gewünschten Nervenkitzel. Und dabei ist jede Route anders und es gibt vielfältige Auswahl an Schwierigkeitsgraden. Das Mountainbiken lädt ihn dazu ein, sich entweder alleine auszupowern, oder mit Freund*innen gemeinsam ein kleines Abenteuer über Stock und Stein zu genießen.
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